München,
07
Januar
2026
|
09:36
Europe/Amsterdam

Knorr-Bremse schließt Kauf von duagon ab und stärkt Wachstum seines globalen Rail-Geschäfts

Zusammenfassung
  • Mit duagon baut Knorr-Bremse seine Kompetenzen in den Bereichen Signaltechnik sowie Elektronik- und Softwarelösungen für den Schienenverkehr entscheidend aus

  • Knorr-Bremse wird mit der Akquisition einer der führenden Anbieter in einem attraktiven und wachsenden Marktsegment

  • duagon hat in den vergangenen Jahren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 15 % erreicht

  • Zugleich deutliche Synergie- und Kostenpotenziale unter anderem bei Umsatz, Forschung und Entwicklung sowie Einkauf

 

Knorr-Bremse hat die Akquisition der duagon Group, Dietikon, Schweiz, erfolgreich abgeschlossen. Mit einem der führenden Anbieter von Elektronik-, Hardware- und Softwarelösungen für die Bahnindustrie erweitert Knorr-Bremse seine technologischen Kompetenzen bei Embedded Electronics und Signaltechnik für Züge und Zugstrecken und stärkt damit das profitable Wachstum seiner Rail Division. Im Rahmen seines Strategieprogramms BOOST setzt Knorr-Bremse damit einen weiteren Meilenstein zur Sicherung von langfristiger Zukunftsfähigkeit und Erfolg.

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Marc Llistosella, CEO der Knorr-Bremse AG: „Der Zukauf von duagon stärkt unsere technologische und wirtschaftliche Zukunft. Insbesondere sichern wir uns erhebliche Geschäftschancen für wachstums- und margenstarke Produktfelder für Züge und Schieneninfrastruktur. Wir heißen die Mitarbeiter von duagon herzlich willkommen bei Knorr-Bremse und freuen uns darauf, unsere Position im globalen Markt gemeinsam weiter auszubauen.“

Dr. Nicolas Lange, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und weltweit verantwortlich für die Rail Division: „Die Expertise von duagon in Elektronik, Software und Digitalisierung ergänzt unser Portfolio ideal. Gerade für unsere Geschäftsbereiche mit Kommunikations- und Steuerungslösungen für den Bahnverkehr (Selectron) und mit Bahnsignaltechnik (KB Signaling) bietet die Verstärkung wichtige Wachstumspfade. In Summe bauen wir damit unsere Position als ein führender Tier-1-Partner für das Gesamtsystem Schienenverkehr weiter aus.“

Zukunftsgeschäft Bahnelektronik und Signaltechnik

Mit dem gebündelten Know-how von rund 1.000 Electronics- und Software-Experten wird Knorr-Bremse Schlüsseltechnologien entwickeln können, die die digitale Transformation der Bahnindustrie maßgeblich voranbringen. Dazu zählen unter anderem Speziallösungen und Mikroprozessoren für die nächste Generation an leistungsstarken Steuerungs- und Kommunikationssystemen für Züge, sowie sicherheitskritische Komponenten in der Signal- und Streckentechnik.

Ebenso eröffnet die Integration von duagon deutliche Synergieeffekte: So wird Knorr-Bremse durch Bündelung und Verstärkung des eigenen Know-how unter anderem bei Forschung und Entwicklung sowie Einkauf Kostenpotenziale heben. Insgesamt leisten die Kompetenzen von duagon einen großen Beitrag zu gesteigerter Innovationskraft, Entwicklungsgeschwindigkeit und Effizienz über zahlreiche Geschäftsfelder von Knorr-Bremse hinweg.

Attraktives langfristiges Wachstum

duagon hat in den Jahren 2022-2025 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 15 % erreicht – eine Entwicklung, für die Knorr-Bremse über die kommenden Jahre eine klare Fortsetzung erwartet. Zugleich wird Knorr-Bremse mit der Akquisition einer der führenden Anbieter in einem attraktiven Marktsegment, das jährlich überdurchschnittlich wächst. Für das Jahr 2026 erwartet Knorr-Bremse für duagon eine operative EBIT-Marge von rund 16 % (ohne Integrationskosten), die durch signifikante Umsatzsteigerungen sowie Kostenpotenziale in den kommenden Jahren weiter erhöht werden kann. Außerdem erwartet Knorr-Bremse ab dem Jahr 2028 jährliche EBIT-wirksame Synergieeffekte von 5-10 Millionen Euro. Zu den Kunden von duagon zählen Fahrzeughersteller, Systemintegratoren und Infrastrukturunternehmen aus der Bahnindustrie. Aggregiert haben die Knorr-Bremse Geschäftsbereiche Selectron und duagon einen jährlichen Umsatz von rund 250 Millionen Euro und eine attraktive Profitabilität.