München,
24
September
2026
|
15:27
Europe/Amsterdam

Gamechanger im Bahnverkehr: Knorr-Bremse und Trenitalia bringen elektromechanisches Bremssystem auf die Schiene

Zusammenfassung
  • Knorr-Bremse treibt zukunftsweisendes digital-elektromechanisches Bremssystem mit Brake-by-Wire voran (EM-Bremse)

  • Auf der InnoTrans haben Knorr-Bremse und Trenitalia (Gruppo FS) den erstmaligen Einsatz der Schlüsselinnovation im Bahnbetrieb in Italien angekündigt

  • EM-Bremse vereint Elektrifizierung, Digitalisierung und Konnektivität und steigert Performance und Energieeffizienz 

  • Wichtiger Baustein für den Zug der Zukunft, dessen Bremssysteme dank rein elektrischer Krafterzeugung (Brake-by-Wire) ohne Druckluft und Öl auskommen

 

Es ist digitalisiert, vernetzt und revolutioniert mit Brake-by-Wire die Funktionsweise des modernen Zugbremssystems: Mit dem digital-elektromechanischen Bremssystem schlägt Knorr-Bremse ein neues Kapitel auf. Gemeinsam setzen Knorr-Bremse und Trenitalia den Gamechanger nun in einem Passagierzug in Italien ein, der in den regulären Betrieb gestartet ist.

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„Trenitalia erweist sich seit langem als innovativer Partner, der sich frühzeitig mit neuen Bahntechnologien beschäftigt und diese in den Betrieb integriert“, sagt Matthäus Englbrecht, CTO der Knorr-Bremse Rail Division. „Die EM-Bremse ist eine Schlüsseltechnologie mit enormem Potential bei Performance, Energieeffizienz und Wartungsoptimierung, von der der Bahnverkehr profitieren wird. Der erste Einsatz der EM-Bremse im Realbetrieb wird weitere wegweisende Erkenntnisse liefern, mit denen wir die Innovation über Fahrzeugklassen hinweg zur Marktreife bringen.“

Brake-by-Wire: Besser, leichter, leiser

Die Technologie ersetzt pneumatische und hydraulische Komponenten, die fester Teil heutiger Bremssysteme sind, vollständig durch elektrische Übertragung des Bremssignals und elektromechanische Erzeugung der Bremskraft durch Elektromotoren.

So bietet etwa die dynamischere Regelbarkeit der elektromechanischen Bremszangen eine deutlich verbesserte Performance mit schnelleren Reaktionszeiten, hochpräziser Bremskraftregelung und kürzeren Anhaltewegen – ein Plus an Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb.

Zugleich kann das System durch die geringere Anzahl an Komponenten deutlich leichter als herkömmliche Bremsen werden, was maßgeblich zur Energieeinsparung beiträgt. In Summe senkt dies für Betreiber den Aufwand für Einbau, Service und Nachrüstung und optimiert die Lifecycle-Kosten des Systems.

Die EM-Bremse ist ab Auslieferung mit telemetrischen Monitoring- und Diagnosefunktionen wie Predictive Maintenance ausgestattet und gilt als Schlüsseltechnologie für effizientere, leichtere und wirtschaftlichere Züge. So ebnet sie den Weg zum „Airless Train“ – die Vision eines Zuges ohne Druckluft- und Hydrauliksysteme, wie sie seit vielen Jahrzehnten weltweit Standard sind.

„Ich danke Trenitalia für diese wertvolle Zusammenarbeit. Die Bahnindustrie braucht Innovationen mehr denn je, insbesondere um den Schienenverkehr noch effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen. Dieses Projekt zeigt, wie entscheidend die Zusammenarbeit zwischen Betreibern und Industrie ist, um die Transformation der Mobilität zu beschleunigen und Innovationen in konkreten Fortschritt zu verwandeln“, ergänzt Simone Mantero, Managing Director von Knorr-Bremse Rail Italy.

Ein Exponat des EM-Bremssystems mit Demonstration seiner zahlreichen Funktionen ist am Knorr-Bremse Stand auf der InnoTrans (22.-25. September 2026) für Besucher live erlebbar.