München,
17
September
2026
|
11:11
Europe/Amsterdam

Knorr-Bremse gewinnt ersten Ausrüstungsvertrag für die Digitale Automatische Kupplung in Europa

Zusammenfassung
  • ÖBB Rail Cargo Group und Knorr-Bremse schließen europaweit ersten kommerziellen Ausrüstungsvertrag über die Digitale Automatische Kupplung

  • Die Schlüsselinnovation für den Güterverkehr wird ab 2028 im Rahmen von PioDAC erstmals im kommerziellen Flottenbetrieb eingesetzt

  • Vertrag markiert einen Meilenstein auf dem Weg zur Marktreife und Industrialisierung der DAK

 

Güterwagen, die schneller zu Zügen verbunden werden, Fracht, die zügiger unterwegs ist – und ein Beitrag zu den europäischen Klimazielen: Durch Automatisierung und Digitalisierung kann Europa seinen Schienengüterverkehr stärker und attraktiver machen. Knorr-Bremse hat von der ÖBB Rail Cargo Group den europaweit ersten Ausstattungsvertrag für die Digitale Automatische Kupplung (DAK) gewonnen. Die Sprunginnovation wird damit erstmalig im täglichen Flottenbetrieb eines europäischen Güterzugbetreibers eingesetzt.

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„Mit dem ersten Einsatz der Digitalen Automatischen Kupplung im Realbetrieb kommen wir gemeinsam mit der ÖBB Rail Cargo Group dem digitalen Güterzug einen großen Schritt näher“, sagt Dr. Nicolas Lange, Rail-Vorstand der Knorr-Bremse AG. „Die DAK beschleunigt Abläufe im Güterverkehr, erhöht die Sicherheit für Rangierpersonal und macht den Betrieb deutlich effizienter. ÖBB Rail Cargo Group und Knorr-Bremse gehören bei der Erprobung dieser Schlüsselinnovation zu den Vorreitern. Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs und schaffen die Basis, um mehr Verkehr auf die Gleise zu verlagern.“

Hochentwickelte Lösungen für den Güterverkehr

Ab 2028 testen die Partner im Rahmen des EU-geförderten Projekts PioDAC (Pioneer Digital Automatic Coupling) die Praxistauglichkeit der Technologie unter realen Bedingungen. Der PioDAC-Zug der ÖBB Rail Cargo Group umfasst 23 Güterwagen und eine Lokomotive. Knorr-Bremse wird die Wagen mit DAK-Systemen der höchsten Entwicklungsstufe samt elektronischen Steuerungseinheiten ausstatten sowie Sensorik zur digitalen Überwachung von Fahrzeugfunktionen und -zuständen integrieren. Das Projekt knüpft an mehrere erfolgreiche Vorgängerprojekte im Rahmen von Europe’s Rail an.

Die DAK ermöglicht schnellere Prozesse bei der Zugbildung, der Abfahrbereitschaft und an Rangierbahnhöfen und wird so erheblich zu mehr Sicherheit sowie Zeit- und Kosteneinsparungen beitragen. Die Technologie ersetzt manuelle Schraubenkupplungen durch ein modernes Kupplungssystem, das erstmals durchgängige Strom- und Datenverbindungen im gesamten Zug herstellt. Dadurch lassen sich Güterzüge schneller zusammenstellen und trennen. Insbesondere wird das zeit- und kraftaufwändige Kuppeln und Entkuppeln der Wagen per Knopfdruck oder Tablet möglich sein – eine große Erleichterung für Personal und Betreiber.

Digitalisierung des Frachtverkehrs: Ein zentraler Wachstumsmarkt

Technologien zur Automatisierung und Digitalisierung von Zügen stellen ein zentrales Wachstumsfeld für Knorr-Bremse dar, in dem das Unternehmen für Europa jährliche Umsätze mit Erstausrüstung im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich anstrebt. Unter anderem bei der DAK, die in den nächsten Jahren schrittweise in den Markt kommt, will Knorr-Bremse eine führende Rolle in Europa einnehmen. Ergänzend zur DAK setzt Knorr-Bremse auf funkbasierte Lösungen für Flotten wie FreightControl Sentinel, die bereits heute klare Vorteile bei Effizienz und Betriebsoptimierung bieten, etwa durch digitales Zustandsmonitoring.