München/Aldersbach,
11
Juli
2025
|
16:20
Europe/Amsterdam

Knorr-Bremse baut seinen größten Truck-Standort in Europa aus

Zusammenfassung
  • Klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Produktionsstandort Deutschland
  • Symbolischer Spatenstich erfolgt: Leitwerk in Aldersbach (Niederbayern) wird erweitert und zum Hochtechnologiestandort weiterentwickelt
  • Produktionsvorbereitung der energieeffizienten, vollelektrischen Lenkung: Neue Technologie von Knorr-Bremse wird in den kommenden Jahren zur Reduktion von bis zu 5,8 Millionen Tonnen CO in Europa führen können

 

Knorr-Bremse hat heute die Erweiterung seines europaweit größten Truck-Standorts in Aldersbach (Niederbayern) bekannt gegeben. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der Baubeginn offiziell gefeiert. Die geplante Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 125 Mio. Euro, inklusive einer Förderung durch den Innovationsfonds der Europäischen Union (EU). Das Werk soll um rund ein Viertel der bisherigen Werksfläche erweitert und für die Hochvolumen-Produktion der vollelektrischen Lenkung EPS (Electric Power Steering) vorbereitet werden. Knorr-Bremse investiert dafür insbesondere in energieeffiziente, automatisierte sowie digitale Fertigungstechnologien und will sein Leitwerk bis 2030 als Hochtechnologiestandort weiterentwickeln. Die Inbetriebnahme des erweiterten Bereichs ist für das Frühjahr 2027 geplant.

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Bernd Spies, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge, betonte im Rahmen des Spatenstichs: „Mit unserem Investment in unser Truck-Werk in Niederbayern bekennen wir uns zum Wirtschafts- und Produktionsstandort Deutschland. Wir setzen auf höchste Qualität und Effizienz sowie den Einsatz modernster Technologien und Prozesse. Unsere Investitionsentscheidung stärkt die digitale Transformation des Standorts und sorgt für zukunftsweisende und hocheffiziente Infrastruktur. Gleichzeitig unterstreichen wir damit unsere Rolle als wichtiger und attraktiver Arbeitgeber in der Region.“

Wolfgang Krinner, Geschäftsführer der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, nahm ebenfalls am heutigen Spatenstich teil: „Unsere Technologieinitiative „Aldersbach 2030“ sorgt für die konsequente Optimierung unserer Produktions-, Logistik- sowie Intralogistikprozesse vor Ort. Dadurch verstärken wir unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und investieren weiter in die Produktion klimafreundlicher Lösungen. Unsere EPS unterstützt die Elektrifizierung und das automatisierte Fahren von Nutzfahrzeugen maßgeblich.“

Unabhängig von der Antriebstechnologie reduziert die EPS mit ihrem „Power-on-Demand“-Prinzip den Energie- bzw. Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge. Dies senkt die Betriebskosten sowie die CO₂-Emissionen insgesamt und zahlt direkt auf die Erfüllung der CO₂-Vorgaben der EU ein. Für die Produktionsvorbereitung der vollelektrischen Lenkung am Standort Aldersbach wird Knorr-Bremse eine Förderung aus dem Innovationfonds der EU erhalten, der zu den weltweit größten Finanzierungsprogrammen zur Unterstützung des Einsatzes innovativer Dekarbonisierungstechnologien zählt. Durch die Energieeffizienz der zukünftig produzierten Lenkungen können im Betrieb bereits in den ersten zehn Jahren bis zu 5,8 Millionen Tonnen CO₂ im Vergleich zu konventionellen Lenksystemen eingespart werden.

Das Werk in Aldersbach ist der größte Truck-Standort von Knorr-Bremse in Europa. Hier werden jährlich rund 2 Millionen Scheibenbremsen und über 5 Millionen mechatronische Komponenten für Bremssysteme produziert. Das 1980 gegründete Werk Aldersbach hat sich über die Jahre zu einem internationalen Werk mit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus über 30 verschiedenen Ländern entwickelt.