Alstom setzt bei Coradia Max Zügen erneut auf Technologien von Knorr-Bremse
- Knorr-Bremse wird für Alstom 42 weitere Coradia Max Regionalzüge mit Brems-, Einstiegs- und Sanitärsystemen ausstatten, Systeme für 55 weitere Züge hat Alstom optioniert
- Weiterer großer Folgeauftrag aus der Plattformpartnerschaft zwischen Alstom und Knorr-Bremse, im Rahmen derer bereits Zugflotten in mehreren europäischen Ländern ausgerüstet werden
- Systeme von Knorr-Bremse zahlen durch Sicherheit, Komfort und Nachhaltigkeit auf einen attraktiven Regionalverkehr ein
- Auftragswert für Knorr-Bremse im unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
Alstom hat bei Knorr-Bremse innovative Brems-, Einstiegs- und Sanitärsysteme für 42 weitere Hochleistungstriebzüge der Coradia Max Plattform geordert. Zudem hat der Zughersteller Systemlösungen für 55 weitere Züge optioniert. Die Vier-Wagen-Triebzüge des Typs Coradia Max sind für den Regionalverkehr in Schleswig-Holstein bestimmt. Knorr-Bremse wird das Projekt ab Anfang 2025 und bis Ende 2027 mit Systemlösungen beliefern.
Dr. Nicolas Lange, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und weltweit verantwortlich für die Rail Division: „Als Systempartner haben wir den Anspruch, unsere Kunden langfristig bei der Schaffung von attraktiver Mobilität auf der Schiene zu unterstützen. Bei diesem Auftrag aus der wichtigen Plattformpartnerschaft zwischen Alstom und Knorr-Bremse sind wir mit vielfältigen Technologien für Sicherheit, Effizienz und Fahrkomfort an Bord und unterstützen Alstom mit ausgeprägter Systemkompetenz in der Projektumsetzung. Wir pflegen mit Alstom eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit – und insbesondere diese Plattformpartnerschaft ist ein sehr gutes Beispiel unserer engen Kooperation.“
Plattformpartner bei elektro-pneumatischen Bremssystemen
Zur Verstärkung seiner Regionalzugflotte und zur Schaffung von mehr Kapazität auf der Schiene hatte der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) 42 Coradia Max Zuggarnituren bei Alstom geordert, für die Knorr-Bremse nun den Auftrag zur Ausrüstung mit Brems-, Einstiegs- und Sanitärsystemen erhalten hat. Innerhalb eines 2021 geschlossenen Rahmenabkommens ist Knorr-Bremse wichtiger Systemausrüster für Coradia Max Züge von Alstom, die Bahnbetreiber aus der hochleistungsfähigen, vielseitig einsetzbaren Zugfamilie abrufen.
Der Multi-System-Auftrag umfasst elektro-pneumatische Bremssysteme, die ölfreie PistonSupply Eco Kompressoren, hochflexible Bremssteuerungen vom Typ FlexControl Modular, SysControl Bremselektroniken sowie SandGrip Sandungsanlagen beinhalten. Hinzu kommen insgesamt 672 gewichtsoptimierte und wartungsfreundliche Einstiegssysteme der Knorr-Bremse Marke IFE mit ebenso vielen Schiebetritten mit flexibler Ausfahrweite. Diese erleichtern u.a. Passagieren mit eingeschränkter Mobilität und Passagieren mit Kinderwagen den Ein- und Ausstieg. Ebenfalls für Fahrgastkomfort steht das Sanitärsystem SanSys der Knorr-Bremse Marke Evac. Von diesem werden in jeder Zuggarnitur drei Einheiten verbaut. Unter anderem reduziert das nachhaltige Sanitärsystem den Wasserverbrauch und verwendet gezielt recycelbare Materialien, etwa Aluminium- statt Glasfaserwaben in Wandpaneelen.
Über die Triebwagen Coradia Max
Für Knorr-Bremse ist es ein weiterer großer Auftrag für Coradia Max Niederflur-Triebzüge innerhalb des Rahmenabkommens mit Alstom, im Zuge dessen Knorr-Bremse bereits mehrere Coradia Max Flotten in verschiedenen europäischen Ländern ausrüstet. Die vierteiligen elektrischen Triebzüge bestehen aus zwei doppelstöckigen und zwei einstöckigen Wagen. Sie besitzen mit bis zu 390 Sitzplätzen eine hohe Kapazität und können durch ihre einstöckigen Bereiche barrierefrei eingesetzt werden. Die neuen Schienenfahrzeuge sollen ab Ende 2027 auf stark frequentierten Strecken des Bahnnetzes Mitte/Süd-West zum Einsatz kommen und Städte in Schleswig-Holstein sowie in der Folge Tingleff in Dänemark mit Hamburg verbinden.